Meine Buchempfehlungen 2015

Für mich ist das Lesen eine Entdeckungsreise und bereichert immer wieder den Umgang mit meinem Pferd aufs Neue. Natürlich soll man nicht alles komplett nehmen und bei sich und seinem Pferd anwenden wollen, das geht auch gar nicht. Es sind lediglich Er-

Kenntnisse anderer Menschen, die wir für uns überprüfen sollten und die Dinge übernehmen, die wirklich zu einem passen und sinnvoll erscheinen. Hier liste ich einmal auf, welche Bücher ich sehr interessant finde und was ich da heraus ziehen konnte. Viel Spaß :)


Der Weg zum guten Reiten

Dieses Buch finde ich wirklich richtig gut! Es gehört, meiner Meinung nach, in jede Reiterbibliothek! Hier wird von Anfang an komplett alles erklärt, was zum guten Reiten führt. Sie lässt nicht einmal die Haltungsbedingungen aus, da es (auch) für sie die wichtigste Grundlage und Voraussetzung ist. Dann geht sie wunderbar auf den richtigen Sitz ein- und zwar komplett vom Kopf bis zu den Zehen! Mehrere Seiten lang! Ich habe mich danach auf mein Pferd gesetzt und habe plötzlich alles spüren können! Sie hat das so gut erklärt, dass ich nun nur durch das Gefühl meinen Sitz immer wieder optimieren und verbessern kann. Verschiedene Übungen kommen auch nicht zu kurz, wie z.B. Schulterherein, Travers, Passade, Übergänge, Konterkurzkehrt, uvm...

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Befreie dein Pferd

Ja... Dieses Buch ist sehr... anders. Wenn dir Haute Ecole etwas sagt - das ist so ähnlich. Ich möchte zwar nicht das Reiten aufhören, aber dieses Buch hat mir sehr geholfen eine Beziehung zu meinem Pferd aufzubauen. Auf ihn zu achten und ihn verstehen zu lernen. Ich empfehle dieses Buch einfach jeden, da es so viel beinhaltet, was für eine Pferd - Mensch Beziehung wichtig ist.  In diesem Buch geht es darum, warum wir Menschen so gerne Reiten und damit den ganzen Ballast auf unser Pferd abladen. Der Titel sagt es aus - man soll sich und sein Pferd davon befreien. Und das heißt bei ihr: aufhören zu reiten. Ich sehe aber keinen Sinn, wenn man alles dafür macht, dass das Pferd vom geritten werden profitiert. Aber sonst gibt es für viele Halt, die nicht mehr reiten können oder wollen, dass es einfach mehr gibt, was man mit diesen wundervollen Vierbeinern machen kann!


Feines Freizeitreiten

Claus Penquitt schrieb schon das Buch: "Die Freizeitreiter-Akademie", welches sehr beliebt wurde. Er reitet nach barocken, altkalifornischen und iberischen Vorbildern und bezieht sich auch auf die alten Meister. Ich finde das Buch sehr hilfreich um das Training abwechslungsreich zu gestalten. Die Übungen sind übersichtlich auf je zwei Seiten beschrieben und werden meist mit Hilfsmitteln, wie Pylonen, Stangen, etc. geritten. Da in der Akademischen Reitkunst eher weniger mit solchen Dingen geübt wird, ist das für das Pferd auch mal wieder spannender. Auch diese Übungen gymnastizieren und das Pferd arbeitet wieder motivierter mit, das es durch die Hilfsmittel am Boden eher einen Sinn in den Übungen sieht als ohne. Ich finde das Buch wirklich super gemacht und werde es des öfteren ins Training mit einbeziehen.


Denn Pferde lügen nicht

Dieses Buch bekam ich einmal zum Geburtstag. Damals dachte ich eigentlich, dass die Druck und Dominanz - Theorie die Einzige ist, die funktioniert. Es ist etwas aufgebaut wie eine Biografie, aber super schön zu lesen! Er erzählt hier seinen Weg, wie er zu den Pferden kam und von einem alten und stillen Mann lernen durfte. Dinge, wie, dass Pferde einen "verarschen" wollen, widerlegt er völlig, da Pferde einfach nicht lügen - wie der Titel ja schon sagt. Er schaute sich auch verschiedene Führungspersönlichkeiten in der Herde an und entdeckte, dass es die sanften und die dominanten Führer gab. Beide wurden in der jeweiligen Herde gleichermaßen respektiert, wohingegen die Pferde unter den sanften Führer wesentlich entspannter und zufriedener wirkten. Außerdem sah er auch, dass die Führer sich je nach Situation abwechselten - also je nach Talent des Pferdes.

Dieses Buch, auch wenn Mark Rashid die Westernreitweise praktiziert, empfehle ich wirklich jeden, da es so viel über die Pferdeseelen aussagt!


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Kommentare: 4
  • #1

    Emma (Montag, 26 September 2016 13:55)

    Ui! Ich glaub mein Weihnachtswunschzettel hat sich gerade materialisiert ;-)

    Danke und Liebe Grüße,
    E

  • #2

    Chrissi | Horsensation (Montag, 17 Oktober 2016 15:30)

    Hallo Emma,

    ja super, das freut mich, dass ich da "behilflich" sein konnte ;-)

    Bitte und Liebe Grüße zurück!

  • #3

    Britta Gockel (Montag, 16 Januar 2017 18:14)

    Einen wunderschönen guten Tag,
    ich möchte nur kurz sagen, dass ich begeistert bin von all den Erzählungen hier bei Horsensation. Ich muss gerade richtig schmunzeln, als ich das Buch von Maskida Vogt gesehen habe. Nach dem tragischen Tod meines Spanischen Hengstes Apache im Rahmen einer Kastration, bin ich seit 3 Jahren dabei, alles über das Wesen und die Seele der Pferde zu erfahren und habe auf diesem wunderschönen Weg einige tolle Bücher gelesen. Interessanterweise bauten sich diese irgendwie passend hintereinander auf, so dass ich mittlerweile bei Sandra König angekommen bin (leider noch nicht live, sondern nur auf ihrer Seite und den Videos), sowie bei Gertrud Pysall, bei der ich im Februar meinen ersten Wochenendkurs belegen kann. Glücklicherweise mal jemand in unserer Nähe. Mir gibt das Lesen und Lernen darüber so einen erfülltes Gefühl und meine kleinen Shettys freuen sich über jedes verstandene Wort. Mittlerweile halte ich im kleinen Rahmen Lesungen (wie z.B. aus"Befreie dein Pferde,befreie dich selbst) und freue mich zu sehen, wie die Menschen in meinem Umfeld auch langsam umdenken. Für den praktischen Teil im Rahmen der echten Pferdekommunikation muss ich noch viel lernen. Aber eins habe ich gelernt, immer auf mein Bauchgefühl zu hören. Ich danke meinem verstorbenen Seelenpferd Apache, mich auf diesen Weg gebracht zu haben und einen Sinn in seinem qualvollen Tod zu sehen.
    Toll von jemandem zu lesen, der auch diesen Weg gefunden hat und sich die Mühe macht , all das an andere weiterzugeben.
    Viele liebe und pferde-empathische Grüße aus dem Münsterland
    Britta Gockel

  • #4

    Chrissi | Horsensation (Dienstag, 17 Januar 2017 17:32)

    Liebe Britta,
    vielen lieben Dank, das freut mich zu lesen! ☺
    Es wird wohl immer im Leben eines Pferdemenschen, dieses eine Pferd kommen, mit dem man eine tragische, dramatische oder schwierige Zeit durchlebt um dann auf den - für einen selbst - richtigen Weg zu kommen. Aber es ist schon sehr schlimm, dass es bei dir so gekommen ist... Mein herzliches Beileid...
    Auf sein Bauchgefühl zu hören ist so wichtig! Aber das muss man auch erst wieder finden... Ich kenne einige aus meinem Umfeld, die es schlichtweg verlernt haben und nur noch im Kopf sind. Deswegen hast du schon einiges den Anderen voraus ☺
    Viele liebe pferde-empathische Grüße zurück!