Pferde spiegeln unsere Seele

Ich war vom 5. bis 11. Oktober beim Sechs-Tages Seminar in Ebenöd, bei der Sandra König (hier zu ihrer Website) und dort habe ich so vieles erfahren und gelernt...

Es wirft so einiges über den Haufen, was bis dato noch Alltäglich war... Das Ganze ist ein schwieriger Weg, aber dann ist einfach alles möglich!


Um was

es ungefähr geht

Ich weiß gar nicht genau wo ich da anfangen soll und es dauerte mehrere Tage, bis ich diesen Text abschließen konnte. Das Thema ist sehr schwer zu beschreiben - Ich versuche es nun dennoch einmal...

Es hat so viel mit Gefühlen und Energien zu tun, weniger mit bestimmten Techniken oder Methoden. Es ist kein natural Horsemanship oder eines dergleichen, es ist einfach pure Kommunikation!

Im Video, welches du links vom Text siehst, kann man sich ein eigenes Bild davon machen, was Chi-Horsing ist (ich bin übrigens die Erste, die ihren Senf dazu gibt ;)


Es ist so wichtig im Umgang mit Pferden, für Klarheit und Bestimmtheit zu sorgen. Wir Menschen sind jedoch sehr verstrickt im alltäglichen Leben, es sind so viele Dinge, die uns beeinflussen. Sei es, dass wir in einer Rolle stecken und diese nicht ablegen können oder, dass wir seit unserer Kindheit "Kisten" mit uns tragen, die uns die Pferde eigentlich andauernd spiegeln, wir es jedoch gar nicht mehr wahr nehmen... Das Verhalten des Pferdes wird dann so beeinflusst, dass man (wenn man geübt darin ist), schnell erkennen kann, was in der Psyche des Menschen alles los ist. Denn durch die Spiegelneuronen, die das Pferd besitzt, werden die Dinge der Besitzer gespiegelt und setzen sich teilweise sogar im Verhalten fest. Und so entstehen die Probleme...

 Es ist so wichtig ehrlich zu sich selbst zu sein und zu überprüfen, welche Probleme mit dem Pferd bestehen und welche Verhaltensweisen von einem selbst wohl der Auslöser sein könnten.

Hat man Frust, Ärger, Unsicherheiten, Wut, Mängel, Sorgen, Ängste u. ä. in einem, so ist das Verhalten des Pferdes immer! davon geprägt und wird es in verschiedenster Weise deutlich machen. Es liegt also in unserer Hand, für mehr Qualität im eigenen Leben zu sorgen um endlich zu seiner eigenen Mitte zu gelangen. 


Eine echte Freundschaft

entsteht nicht durch Techniken oder Methoden

Uns muss außerdem endlich bewusst werden, dass keine Technik bzw. Methode der Welt eine echte Partnerschaft zwischen Mensch und Pferd hervor zaubert. Die ganzen Horsemanship - Sachen sind zwar von der Herde abgeschaut worden, jedoch ist das keine echte Kommunikation! Es sind nur leicht zu erlernende Techniken, die man einfach am Pferd anwenden kann. Wenn man keine Zeit und Lust hat, das eigene Leben und sich selbst zu betrachten und etwas zu ändern, dann ist das natürlich eine recht gute Alternative.

 Hat man jedoch keine Angst vor einem schwierigen und steinigen Weg, wo man sich selbst und sein Leben kritisch betrachten muss - so sollte man sich jegliche Methode aus dem Kopf schlagen und wieder fühlen lernen. Denn durch das Erfühlen und Beobachten erkennt man, was das Pferd braucht oder Aussagen will. Und durch "Trail and Error" tastet man sich vor, was man geben oder Antworten sollte. Endlich wieder auf das eigene Bauchgefühl eingehen!


Der Ehrenkodex der Pferde

Das ist ein wichtiger Bestandteil um gut anfangen zu können. Wenn Pferde diesen untereinander einhalten, können echte Freundschaften entstehen - Also sollten wir uns diesen auch einmal nahe legen

  • Sobald man das Pferd sieht, sollte man Blickkontakt aufnehmen und darin signalisieren, was man von ihm will. Wie z. B. "Ich hole dich nun von der Weide"
  • Wenn man auf sein Pferd zugeht, sollte man schon geistig und energetisch ankündigen, was man mit ihm vor hat - so erkennt man gleich, ob das Pferd denn dazu wirklich lust hat
  • Wenn man etwas angefangen hat, dann sollte man es bis zum Schluss durchziehen. Jeder Stopp, jede noch so kurze Pause signalisiert dem Pferd, dass man es beendet hat
  • Immer maximal freundlich beginnen und bleiben - wenn es sein muss dann wird man nur Bestimmter
  • Auf die Aura des Pferdes achten. Also  nicht einfach hinein laufen, wenn man zu einer bestimmten Seite des Pferdes will - genauso auch auf seine eigene Aura achten, indem man z. B. beim spazieren gehen die lockere Hand zum Pferdeauge führt, bis es wieder Platz macht; Nicht am Hals (null Information) oder an der Schulter (Wallach/Hengst: Spiel-/Kampfansage, Stute: Entwürdigung) weg stoßen
  • Übergriffigkeit vermeiden - Vor dem Anfassen ersteinmal signalisieren, dass man es tun möchte. Zeigt das Pferd unwilligkeit, indem es kurz weg zuckt oder den Kopf anhebt, will es das einfach nicht, dann sollte man es auch lassen. Und gerade bei fremden Pferden nicht in das Gesicht tatschen - man muss es sich nur vorstellen, wie man sich selbst fühlen würde, wenn eine fremde Person auf einem zukommt und zur Begrüßung die Wange streichelt
  • Die Sprache der Pferde ist extrem fein, so ist es wichtig auch immer fein anzufangen. Und das ist nicht gleich sanft berühren, sondern eine energetische Welle, die auf das Pferd zu kommt (um das zu erlernen: Shi Xingui “Shaolin Qi Gong und Chan Meditation” und Masaro Emoto “Die Antwort des Wassers”  Band 1 und 2). Denn Berührungssprache ist die banalste Form der Kommunikation unter Pferden. Wenn wir Vorbilder sein wollen, sollten wir uns nicht auf soetwas herab lassen - denn so outen wir uns

Ein Beispiel wie

man eine Freundschaft aufbauen kann

Hat man eine einigermaßen gute Grundbeziehung, so kann man diese bei Spaziergängen vertiefen. Nur sollte man wissen, dass das Pferd in diesen Momenten immer Fragen stellt und aufpasst, ob der Mensch auch wirklich beschützen kann. Die Fragen sollte man nicht ignorieren, sondern aus dem Bauch heraus beantworten. Eine Frage z. B. "Ich fühle mich gerade wohl, mal sehen ob ich auch einmal anführen kann"  - In diesem Moment die Hand unterstützend mit nach vorne geleiten um zu beantworten "Ja, du darfst vor, ich unterstütze dich dabei" Entweder das Pferd lässt sich irgendwann wieder zurück fallen, oder wenn man selbst wieder vor möchte, wendet man einfach in einem Kreis um und das Pferd befindet sich automatisch wieder hinten - ohne Gewalt und völlig Friedlich!


Damit es nun nicht den Rahmen sprengt, höre ich an dieser Stelle auf. Ich freue mich auf euren Feedback, wie ihr das so seht und ob auch ihr schon wusstet, dass sich unsere Defizite im Leben so stark im Pferd fest setzen können?

Erzählt mir eure Geschichten, wie euer Pferd euer Leben bereichert und zum positiven verändert hat!

Ich würde mich sehr darüber freuen!


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