Lange nicht mehr geschrieben...

Lang ist es her, dass ich hier einen Blogeintrag geschrieben habe... Der letzte Artikel ist vom 19. Oktober letzten Jahres. Da ging es um Pferde spiegeln unsere Seele. Ich habe in diesem Text eher wenig über mich und meine Erfahrungen geschrieben, da diese sehr heftig

waren und ich das Ganze erst einmal für mich selbst verarbeiten musste.... Aber jetzt bin ich soweit, dass ich hier einmal das Wesentliche aufschreiben kann, was los war und weshalb ich diesen Blog einfach nicht mehr weiter führen konnte...


Eine Pause ...

Nach dem Sechs-Tages-Seminar bei Sandra König (Saliho School), hatte ich irgendwie das Gefühl eine Pause zu brauchen. Ein Pause von dem ganzen Perfektionismus und teilweise Zwang, den ich mir selbst hinzugefügt habe, die ganzen letzten Jahre. Ich konnte einfach nicht mehr. Mein Selbstbewusstsein ist auf das Minimalste geschrumpft und ich wusste nicht einmal wieso und wie es überhaupt so weit kommen konnte. Ich fand, dass es an der Zeit war auch einmal an mir zu arbeiten und mir mehr Aufmerksamkeit zu schenken und nicht mehr all meine Energie in mein Pferd zu stecken.


Beritt

Akademische Reitkunst

Zum anderen kam ich einfach nicht mehr weiter, denn ich wollte unbedingt in die Akademische Reitkunst einsteigen, aber Trainer in meiner Nähe sind rar und alleine traute ich mir das Ganze nicht mehr zu. So war die Entscheidung, eine Pause einzulegen, auch gut für mein Pferd, denn wenn Erinnerungen vom Training davor (Westernangehaucht) verschwimmen, wird es für ihn auch leichter sein komplett neu anzufangen. Und so gingen drei Monate ins Land, mit ein paar Spaziergängen und der Organisation, dass mein Lieber in Beritt kam -> Es ging nach Ingolstadt zu Pia Haas. Mein Pferd ist nun seit ungefähr einem Monat dort und er blüht regelrecht auf. Bald wird es soweit sein, dass ich regelmäßigen Unterricht bekomme um daheim weiter machen zu können. Aber bis dahin hat er noch ungefähr vier bis fünf Monate. Davor aber vor allem jetzt, merke ich auch an mir, wie ich diese Zeit auch mal für mich selbst genießen kann und es endlich geschafft habe, mich vom Perfektionismus im Training los zu lösen. Ich bin nämlich so unsicher geworden, da ich alles perfekt und fehlerlos machen wollte aber gleichzeitig auch die

perfekte Beziehung zu meinem Pferd haben wollte. Es war für mich gravierend schlimm, wenn etwas gegenteiliges passierte. Also etwas, woran man bemerkte, dass die Beziehung und das Training eben nicht perfekt verliefen.

Wobei es völlig normal ist, wenn es auch einmal in der Beziehung kracht oder im Training einer von uns beiden nicht auf Höchstform ist. Nichts kann perfekt sein und kein Trainier der Welt ist es. Es ist nun an der Zeit mir selbst Fehler zu verzeihen - lachend darüber hinweg sehen und es einfach das nächste Mal besser zu machen. Und endlich zu sehen, was ich überhaupt schon geschafft habe und diese Dinge für mich selbst herauszuheben - egal ob es andere besser können!

Vielleicht klingt es etwas komisch, aber ich muss sagen, dass mein Selbstbewusstsein sehr gewachsen ist, seitdem ich diese Pause bewusst eingelegt habe. Zum Glück habe ich noch Zeit um diesen Stand zu verfestigen, bis ich mich wieder "Vollzeit" um Néo kümmern darf.


Ein neues

Familienmitglied!

Ich habe mich nun dazu entschieden ein neues Mitglied in meine kleine Herde hinzuzufügen. Eine P.R.E. Stute (hier kannst du mehr über sie lesen). Da mir die Zeit vor ein paar Jahren sehr gut gefallen hat, als ich noch zwei Pferde hatte, wollte ich mir diesen Wunsch einfach wieder erfüllen.

Sie ist noch ein Fohlen und ich war nun erst letzte Woche dort und habe mit ihr das erste Mal etwas "gearbeitet". Sie ist für ihr zartes Alter schon sehr selbstbewusst, jedoch nicht dominant sondern (noch?) sehr brav. Ein Glücksfang - wobei sie da wohl eher mich gefangen hat - denn ich war erst an einer anderen Stute interessiert. An ihr merke ich, dass ich mich schon gut verändert habe und endlich bereit bin wieder erfrischt und selbstbewusst durchzustarten!


Was

kommt nun?

Nun, es gab also auch gar nichts worüber ich hätte schreiben können. Da es aber nun bald soweit sein wird, dass es Neuigkeiten über und mit meinen Pferden gibt, wollte ich damit eine Stellungnahme verfassen, bzw. eine Erklärung, weshalb. Und für euch da draußen, die ungefähr das selbe durchmachen oder durchgemacht haben, möchte ich damit zeigen, dass ihr nicht alleine seid! Es ist nichts falsch daran, sich selbst einmal in den Vordergrund zu stellen!

Hast du auch schon eine Phase durchgemacht, in der du mal nur auf dich hören musstest und eine "Pferde"-Pause eingelegt hast? Hat es dir gut getan oder war es eine schlechte Idee?

Ich würde mich über ein Kommentar freuen, indem du erzählst wie es dir ergangen ist!


MEIN BLOG IST UMGEZOGEN!

Hier sind nur noch die älteren Einträge vertreten.

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Danke und bis gleich auf meinem neuen Blog!


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Kommentare: 2
  • #1

    Vroni (Dienstag, 01 März 2016 11:55)

    Hey Christina,
    ich komme vom Pferd.de Forum, da hast du einen Link bei "Private Homepages" da gelassen. Muss sagen, dass das wirklich ein wunderschöner und liebevoll gestalteter Blog ist!
    Habe bereits alle deine Einträge regelrecht verschlungen, du hast einen ansprechenden Schreibstil =)
    Und gerade hier muss ich einen Kommentar da lassen, da ich erst vor knapp einem Jahr genau dasselbe durchgemacht habe, wie du. Ich kam einfach nicht mehr weiter, irgendwie war bei mir und meinem Pony der Wurm drin! Egal was ich ausprobiert habe, es klappte nichts mehr. Und dann, es war sowieso Weidezeit, entschloss ich mich 1 Monat Pferdepause einzulegen. Es fiel mir unheimlich schwer meinen kleinen kaum mehr zu sehen, klar zum schmusen kam ich schon, aber wir haben nichts mehr zusammen unternommen. Und dann wurde mir klar: ich musste entschleunigen, ich war zu sehr auf meine Ziele fokussiert und habe die Augenblicke mit meinem pony in der Gegenwart einfach nicht mehr genießen können. Und durch das habe ich irgendwie alles ausgebremst.
    So eine Pause kann wirklich sehr lehrreich sein, obwohl man nichts macht, kann man auch in dieser Zeit unheimlich viel lernen und für die weitere Arbeit mitnehmen. Danke für diesen Artikel!
    vg Vroni

  • #2

    Christina - Autor - (Dienstag, 01 März 2016 17:47)

    Hallo Vroni!
    Vielen Dank, über dein Feedback freu ich mich sehr!
    Da hast du Recht... Es passiert so oft, dass wir vor lauter Ziele den Weg nicht mehr finden oder gar genießen können. Das freut mich, dass du mit der Pause auch eine gute Erfahrung gemacht hast. Ich denke wir sollten uns alle mal ein wenig "entschleunigen" ;-)
    LG
    Christina