Auf der Suche nach dem Frühling...

Da ich auf dem Weg zur Arbeit schon die ersten Krokusse bewundern konnte, dachte ich mir heute, dass es vielleicht langsam 

an der Zeit ist, den Frühling auch im Wald zu suchen. Also machte ich mich auf den Weg...


Doch was bot sich mir?

Vertrocknetes Laub und kahle Bäume...

Etwas enttäuscht ging ich weiter den Weg, den ich mir vorgenommen hatte. Ich weiß auch nicht, was habe ich mir denn erhofft? Dass hier in der Wildnis ungestüm bunte Blumen wuchern? So wie in der Stadt, wo doch meistens alles Bunte künstlich von

Menschen angelegt wird...? "Dann ist es wohl doch zu früh für ein Frühlings-Shooting", dachte ich mir... Doch dann kam ich an eine Stelle, an der die Sonne hindurch brach und zierliche Fliegen mit ihren glitzernden Flügeln in den warmen Strahlen tanzten...


Ist es nicht das?

Diese kleinen, "unbedeutenden" Dinge?

Die so leicht übersehen werden, die einem aber so unheimlich viel geben können? Also sah ich genauer hin... Und entdeckte so viel mehr! Es sprießten bereits erste

Blätter der Sträucher am Waldboden... Um den Tannennadeln war es hellgrün... Junges Moos wuchs frisch und in einem zarten Grün heran...


Und dann sah ich auch

das "Tote" und verdörrte mit einem neuen Blickwinkel...

Ich sah alles aus einer ganz anderen Perspektive... Ich suchte nicht mehr nach dem Offensichtlichen... Nach dem Großen, welches sofort ins Auge springt... Nein! Ich sah diese kleinen, wunderschönen, fast verborgenen Dinge... Die mich so unendlich Glücklich machten.

Denn ich habe sie entdeckt, sie haben nicht nach Aufmerksamkeit gerufen - sie wären fast übersehen worden... Und auch das so verdörrte Land, sah ich nicht mehr als solches... Sondern als Land, wo noch alles möglich sein wird.


Doch was

hat das nun mit Pferden zu tun?

Sehr viel. Denn wir sind immer auf der Suche nach dem Offensichtlichen, nach dem Großen und "Bunten". Etwas, was man nicht so leicht übersehen kann. Wir erwarten so Großes und nehmen die kleinen, unheimlich wichtigen Erfolge gar nicht mehr wahr. Es zählt nur der neueste Trick, die schwierige Dressurübung, fliegende Galoppwechsel... Wir sollten näher hin schauen, entdecken was uns die Pferde jeden Tag neu schenken,

ein Teil ihres Herzens, ihres Vertrauens, ihrer Achtsamkeit, ihrer Freude an uns... Es ist so unheimlich viel, jeden Tag. Und wir können uns jeden Tag daran erfreuen! Und nicht erst nach dem ersten, flüssigen, fliegenden Galoppwechsel... Und wenn es karg aussieht, dann denkt daran, dass auf kargen Land alles wachsen kann, was nur möglich ist... Und dass karges Land, auch wunderschön sein kann.


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